Die Sopranistin Teresa Boning studierte Oper und Musiktheater an der Universität Mozarteum Salzburg und schloss ihr Masterstudium 2015 mit Auszeichnung ab. Ihre besondere Affinität zum Werk Wolfgang Amadeus Mozarts prägt ihre künstlerische Laufbahn ebenso wie ihre Vielseitigkeit als Opern- und Konzertsängerin.
Zu ihren zentralen Bühnenpartien zählt die Königin der Nacht in Mozarts Die Zauberflöte, mit der sie unter anderem in München, Bremen, Augsburg, Freiburg, Regensburg und Vorarlberg zu erleben war. Darüber hinaus sang sie Mozart-Partien wie Zerlina (Don Giovanni), Despina (Così fan tutte), Papagena (Die Zauberflöte), Servilia (La clemenza di Tito), Tamiri (Il re pastore) und Madame Herz (Der Schauspieldirektor).
Von 2015 bis 2017 gehörte Teresa Boning dem Ensemble des Theaters für Niedersachsen an. Weitere Engagements führten sie unter anderem an das Deutsche Theater München, das Theater Regensburg, zum Musiktheater Vorarlberg, in den Münchner Gasteig, an das Teatro Romano in Florenz sowie zu den Da Ponte Days in New York.
Als Konzertsängerin ist Teresa Boning mit einem breit gefächerten Repertoire von Barock und Klassik bis zur Romantik und zeitgenössischen Musik zu erleben. Sie arbeitete unter anderem mit Dirigenten wie Reinhard Goebel und Vittorio Ghielmi zusammen. Eine Aufführung von Mozarts Missa brevis KV 220 wurde vom ORF live übertragen. Darüber hinaus war sie mehrfach im Bayerischen Rundfunk sowie als Opernsängerin und Klassikexpertin in der 3sat-Produktion Rock the Classic zu sehen.
Ein besonderes Interesse gilt der zeitgenössischen Musik. Mit dem Österreichischen Ensemble für Neue Musik (oenm) brachte sie Io’s Traum, eine für hohen Koloratursopran komponierte Arie, zur Uraufführung.
Für ihre künstlerische Arbeit wurde Teresa Boning mehrfach ausgezeichnet. Sie gewann den 1. Preis beim Internationalen Duschek-Wettbewerb der Tschechischen Mozartgesellschaft in Prag; das Preisträgerkonzert in der Villa Bertramka wurde vom tschechischen Rundfunk übertragen. Darüber hinaus war sie Finalistin beim Bundeswettbewerb Gesang an der Deutschen Oper Berlin sowie beim Concorso Musica Sacra in Rom und erhielt verschiedene Stipendien und Förderpreise.
Neben ihrer Tätigkeit als Sängerin beschäftigt sich Teresa Boning intensiv mit den pädagogischen und gesellschaftlichen Dimensionen der Stimme. 2019 promovierte sie an der Universität Mozarteum Salzburg mit der Dissertation Funktionale Gesangspädagogik im psychiatrischen Setting. Seither verbindet sie ihre Bühnentätigkeit zunehmend mit musikpädagogischen und musikvermittelnden Projekten und arbeitet dabei mit Menschen unterschiedlicher Altersgruppen.
Diese Verbindung von künstlerischer Praxis, Gesangspädagogik und Musikvermittlung bildet neben ihrer Tätigkeit als Sopranistin einen weiteren Schwerpunkt ihres beruflichen Wirkens.